Lenzibald’s Grotte

Geschrieben von Dresi am in Empfehlungen

Die märchenhafte Welt am Pöstlingberg

Uns treibt es wieder hinaus. Doch wohin? In einer Familie sollte es eigentlich immer demokratisch zugehen. Also bestimmen wieder einmal mehr die Kinder das Programm und somit das Ziel. Ingas sehnlicher Wunsch nach einem gemütlichen Bummel durch eine der schönen österreichischen Altstädte wird dabei schlicht ignoriert. Die Herrschaft wünscht sich kindgerechte Aktivitäten. Die hauseigene Bibliothek und das Internet empfiehlt in diesem Falle einen Ausflug auf den Pöstlingberg nach Linz.

Mit der Pöstlingbergbahn, einer 1897 errichteten Schmalspurbahn, geht es vom Hauptplatz aus hinauf auf den Berg. Für den Siderodromophilen: die Pöstlingbergbahn gilt als eine der steilsten Adhäsionsbahnen der Welt. Im Bahnwesen spricht man von einer Adhäsionsbahn (auch Reibungsbahn), wenn der Antrieb alleine über die Haftreibung der Räder erfolgt.

So war eigentlich der Plan. Ich habe dummerweise ausgeblendet, dass die alte Museumsbahn nur am Wochenende in Betrieb ist. Alternativ kann man an den anderen Wochentagen aber auch sehr gut mit der modernen Linie 50 auf den Berg kommen. Die nimmt nämlich die gleiche Trasse. Das habe ich aber auch ausgeblendet. So sind wir mit dem Auto hinauf gefahren. An der Straße liegt übrigens auch der Linzer Zoo, womit ich ein weiteres Ausflugsziel für die Kids in petto habe. Oben angekommen, erwartet uns ein traumhafter Ausblick auf die Stadt Linz und Umgebung. Dieser Aussichtspunkt liegt auf dem Dach eines der Türme vom Maximilianischen Befestigungsring. Das Highlight hat zumindest geklappt. Eltern seien jedoch vorgewarnt, denn die Brüstung des Turmdaches ist sehr niedrig. Neben der Bergbahn und der herrlichen Aussicht gibt es noch den Rundgang auf den ehemaligen Festungsanlagen. Der Rundgang dient uns zum Durchatmen und den Kids hauptsächlich zum Abbau der durch die einstündige Autofahrt aufgebauten Energien in den Kinderbeinen. Nun erwartet uns noch das letzte Highlight: die Grottenbahn!

Wikipedia sagt dazu:

„Die Linzer Grottenbahn ist eine touristische Märchenwelt am Pöstlingberg in einem der Befestigungstürme des Maximilianischen Befestigungsrings der Stadt. Ein elektrisch angetriebener Zug in Drachengestalt namens Lenzibald fährt auf einer kreisförmigen Bahn durch den äußeren Ring des historischen Wehrturms. Bei zwei Rundfahrten werden einmal die links und einmal die rechts befindlichen Nischen beleuchtet, in denen Abenteuer aus dem Zwergenreich dargestellt werden. Ein abschließender Durchgang erfolgt mit Festbeleuchtung. Im Kellergewölbe befinden sich Nischen mit lebensgroßen Szenen aus bekannten Märchen sowie eine detailgetreue Nachbildung des Linzer Hauptplatzes im Maßstab 1:7 mit den Geschäftslokalen aus der Zeit um die Jahrhundertwende vom 19. ins 20. Jahrhundert.“

Anm.: beim letzten Durchgang spuckt Lenzibald dann auch Rauch.

Eine Anekdote besagt, dass Michael Jackson bei einem Besuch im September 88′ so begeistert von dem Ensemble war, dass er es kaufen wollte. Fakt war dabei laut des Betreibers wohl nur seine eigentliche Anwesenheit.

Ich weiß nicht so recht, wie ich das Erlebnis und meine Begegnung mit Lenzibald und dem ganzen Zwergenvolk beschreiben soll. Es war eine Mischung aus Frau Mahlzahn in der Drachenschule von der Augsburger Puppenkiste und dem Märchenwald im Magic Park bei Verden.

Den Kindern hat es aber sehr gefallen — und das war der Sinn des Ausflugs.

Auf der Rückfahrt nach OSB haben wir dann beim König in Kremsmünster leckeren Grünen Veltliner getrunken und das Erlebte, natürlich positiv, verarbeitet.

http://www.linz.at/tourismus/850.asp

19.08.15

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